SC St. Tönis II entwickelt sich zum Spitzenteam der Bezirksliga

Das Trainerteam des SC St. Tönis II vl Berti Mapeka, Cedric Jentzsch und Florian Verhaag. Foto: Jens Terhardt

Mit 52 Punkten und Platz fünf hat der SC St. Tönis II eine starke Saison in der Bezirksliga abgeschlossen. Vor allem die Rückrunde zeigte, welches Potenzial in der jungen Mannschaft steckt. Nach 21 Punkten und einem Torverhältnis von 38:33 in der Hinrunde legte das Team nach der Winterpause noch einmal deutlich zu, sammelte 31 Zähler und erzielte bei 50:33 Toren die zweitbeste Rückrundenbilanz der Liga. Für Trainer Florian Verhaag stand deshalb weniger die Platzierung als vielmehr die Entwicklung seiner Mannschaft im Mittelpunkt. „Am positivsten war die individuelle Entwicklung der Spieler im Laufe der Saison. Dadurch ist natürlich auch die Mannschaft als Ganzes deutlich besser geworden.“

Das war gut Die starke Rückrunde war kein Zufall. Verhaag sieht die Gründe vor allem in der Qualität seiner Spieler sowie der hohen Trainingsintensität. „Die Jungs sind wissbegierig, die wollen sich weiterentwickeln, die wollen lernen. Dementsprechend macht das für mich als Trainer die Sache wirklich relativ einfach.“

Mit 88 Treffern stellte der SC eine der torgefährlichsten Mannschaften der Bezirksliga. Der mutige Spielstil mit frühem Pressing und aggressivem Anlaufen sorgte immer wieder für Ballgewinne in aussichtsreichen Zonen und zahlreiche Torchancen.

Einen großen Anteil am erfolgreichen Saisonverlauf hatte auch das Trainerteam. Verhaag arbeitet bereits seit mehreren Jahren eng mit seinen Co-Trainern Cedric Jentzsch und Berti Mapeka zusammen. Gemeinsam waren sie zuvor bereits in den Nachwuchsleistungsbereichen des SC Union Nettetal und des KFC Uerdingen tätig. Diese eingespielte Zusammenarbeit zahlte sich auch im Seniorenbereich aus. Nachdem Mapeka aus gesundheitlichen Gründen zeitweise kürzertreten musste, übernahm Jentzsch zusätzliche Verantwortung. „Cedric hat das super kompensiert. Der bringt einfach unfassbar viel Energie in die Gruppe. Das ist die halbe Miete für mich als Trainer, wenn ich einen verlässlichen Co-Trainer habe.“

Das war nicht gut Verbesserungspotenzial sieht Verhaag vor allem in der Defensivarbeit. Trotz des fünften Tabellenplatzes kassierte seine Mannschaft aus seiner Sicht zu viele Gegentore. „Für eine Top-5-Mannschaft ist die Anzahl der Gegentore zu hoch.“

Vor allem bei Standardsituationen sieht der Trainer noch Luft nach oben. Gleichzeitig weiß er, dass die offensive Ausrichtung auch Risiken birgt. „Wir laufen sehr hoch an, spielen mutig und aggressiv. Vorne schießen wir viele Tore, bekommen dadurch aber auch das eine oder andere Gegentor zu viel.“

Spieler der Saison Einen einzelnen Spieler wollte Verhaag eigentlich nicht herausheben. Besonders lobte er jedoch Taha Siyak und Lucas Nosczenski, die sich beide so stark entwickelten, dass sie zur neuen Saison in den Oberliga-Kader aufrücken.

Vor allem Nosczenski spielte eine außergewöhnliche Saison. Der Mittelstürmer erzielte 21 Tore und bereitete weitere 16 Treffer vor. „Gerade der Lukas vorne als Mittelstürmer mit 21 Toren und 16 Vorlagen hat schon wirklich eine brutale Saison gespielt.“

So geht es weiter Der größte Erfolg auf dem Transfermarkt ist für Verhaag allerdings kein Neuzugang. „Eigentlich ist unser bester Transfer die Tatsache, dass der Kern der Mannschaft zusammenbleibt. Es gab einige Jungs mit sehr lukrativen Angeboten, haben die aber alle abgelehnt, weil sie sich bei uns sehr wohlfühlen.“

Dennoch verstärkt sich der SC gezielt. Neu dabei sind Jermaine Zerai (TuS Wickrath), Bilal Winkelmann (OSV Meerbusch), Ammar Kiwani (TSV Meerbusch II), Vasili Zerdevas (Hellas Krefeld), Altin Brahimi (SC Lürrip), Erik Weber (SV Weiden), Alican Bas (TSV Meerbusch U19) sowie die beiden eigenen U19-Spieler Antoni Kolodziej und Ramy Kharat.

Verlassen werden die Mannschaft Merci Kyanga (USA), Philipp Kösters sowie Taha Siyak und Lucas Nosczenski, die den Sprung in die erste Mannschaft schaffen.

Auch in der kommenden Saison steht die Entwicklung der jungen Mannschaft im Mittelpunkt. Mit einem Durchschnittsalter von rund 20,5 Jahren gehört der SC St. Tönis II zu den jüngsten Teams der Bezirksliga. Das sportliche Ziel ist klar: Die gute Platzierung bestätigen und gleichzeitig weitere Talente an die Oberliga-Mannschaft heranführen. „Wenn wir am Ende des Jahres wieder zwei Jungs in die erste Mannschaft hochkriegen, ist das mit Sicherheit ein Erfolg.“

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