Foto: „Ziemlich beste Freunde
Ein außergewöhnlicher Erfolg ist dem Inklusionsteam „Ziemlich beste Freunde“ aus Leuth gelungen. Die Mannschaft gewann den Inklusionscup im Hauptquartier des Fußball-Weltverbandes FIFA in Zürich. Als erstes deutsches Team überhaupt nahm die Mannschaft an dem Turnier teil – und sicherte sich direkt den Titel.
Eingeladen worden waren die Leuther von der Schweizer Organisation Insieme Zürich, die den Wettbewerb jährlich ausrichtet. Acht Mannschaften nahmen an dem Turnier teil, das als eines der bedeutendsten inklusiven Fußballturniere der Schweiz gilt.
„Wir waren zu Gast bei der FIFA im Headquarter in Zürich und wurden von Insime Zürich eingeladen. Mit unserer Teilnahme war es tatsächlich das erste internationale Fußballturnier im inklusiven Bereich dort“, berichtet Initiator Nikki Gartmann.
Sportlich hinterließ das Team einen bleibenden Eindruck. Die Mannschaft gewann das Turnier ohne Gegentor und setzte sich gegen die Konkurrenz aus der Schweiz durch. „Wir konnten dort hellauf begeistern. Dass wir als erstes deutsches Team auf den Plätzen der FIFA das Turnier gewonnen haben, bedeutet für uns schon etwas Besonderes. Damit gehen wir ein Stück weit in die Geschichte ein“, sagt Gartmann.
Zu den Gästen der Veranstaltung gehörte unter anderem der ehemalige Schweizer Nationaltorwart Pascal Zuberbühler. Auch zahlreiche FIFA-Mitarbeiter waren vor Ort und beteiligten sich am Turnier. Nach Angaben von Nikki Gartmann spielte bei dem Turnier auch FIFA-Mitarbeiter Gary Bye mit, der im Bereich der Jugend-Weltmeisterschaften tätig ist. Der Funktionär wurde anschließend zum Ehrenmitglied der „Ziemlich besten Freunde“ ernannt.
Neben dem sportlichen Erfolg stand vor allem die Botschaft des Projekts im Mittelpunkt. Während des dreitägigen Aufenthalts nutzten die Teilnehmer zahlreiche Gespräche, Interviews und Begegnungen, um für ihre Idee zu werben.
„Wir konnten sehr viele neue Kontakte knüpfen und haben bereits die nächsten Möglichkeiten geschaffen. Unter anderem stehen wir jetzt auch mit dem Weltfußballverband in Kontakt“, berichtet Gartmann. „Vor allem konnten wir unsere Botschaft weiter in die Welt tragen: Fußball schafft Nächstenliebe für Menschen, Tiere und Umwelt.“
Auch für Gartmann persönlich wurde das Wochenende zu einem besonderen Erlebnis. Er erhielt die Auszeichnung als „Player of the Tournament“ und zeigte sich von der Wertschätzung beeindruckt. „Es wurde gesagt, ich sei ein Vorbild – nicht nur für den Fußball dort, sondern auf der ganzen Welt. Das hat mich sehr berührt“, erzählt er.
Die Reise nach Zürich soll keine einmalige Angelegenheit bleiben. Die Verantwortlichen wollen die entstandenen Kontakte pflegen und gemeinsam mit ihren neuen Partnern weitere Projekte auf den Weg bringen.
„Wir werden die Freundschaften weiter pflegen und gemeinsam mit Insime Zürich und der FIFA versuchen, Dinge auf die Beine zu stellen, die etwas verändern können“, sagt Gartmann. Dabei gehe es nicht darum, anderen Vorwürfe zu machen, sondern positive Entwicklungen anzustoßen. „Wir wollen niemandem auf die Füße treten. Wir möchten mit unserer Botschaft Menschen erreichen und dazu beitragen, dass sich Dinge verbessern. Uns ist wichtig zu zeigen, dass auch Menschen, die Fehler gemacht haben, eine zweite Chance verdienen.“
Mit dem Turniersieg auf den Plätzen des Weltfußballverbandes hat das Team aus Leuth nicht nur sportlich überzeugt, sondern seiner Inklusionsbotschaft auch auf internationaler Bühne Aufmerksamkeit verschafft. Der Erfolg in Zürich könnte damit erst der Anfang weiterer gemeinsamer Projekte sein.
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