Foto: Heiko van der Velden
Beim ASV Süchteln ist ein Meilenstein erreicht worden, der für viele Jahre Bestand haben dürfte. Maurice Bock ist neuer Rekordspieler des Vereins. Im Auswärtsspiel bei den VSF Amern absolvierte der 29-Jährige sein 230. Pflichtspiel und überholte damit Karsten Robertz, der zuvor bei 229 Einsätzen gestanden hatte.
Was wie eine nüchterne Zahl wirkt, steht sinnbildlich für eine außergewöhnliche Entwicklung – sowohl die des Spielers als auch die des Vereins. Denn Bock hat große Teile seines sportlichen Werdegangs in Süchteln verbracht und die verschiedenen Phasen des Klubs hautnah miterlebt. Im Kindesalter lernte Bock zunächst das Fußballspielen in Süchteln, ehe es für ihn ab der D-Jugend zum 1. FC Mönchengladbach ging. In der Saison 2015/16 folgte schließlich die Rückkehr zum ASV. Dort wurde er mit der A-Jugend zunächst Meister in der Kreisleistungsklasse. Anschließend folgte der Sprung zu den Senioren und das mit Erfolg. Denn Süchteln stieg am Saisonende 2016/17 von der Bezirksliga in die Landesliga auf. Daran hatte auch bereits Bock großen Anteil, der mit 30 Einsätzen, drei Toren und fünf Vorlagen früh zu den Leistungsträgern der Mannschaft gehörte.
Mittlerweile ist die Marke bereits weiter nach oben geschraubt worden. Nach weiteren Einsätzen steht Bock aktuell bei 233 Spielen im ASV-Trikot. Das Heimspiel gegen DJK Neuss-Gnadental am Freitagabend war bereits sein nächster Meilenstein – ein weiterer Beleg für seine Konstanz auf hohem Niveau.
Der Rekord selbst kam für Bock ohne große Inszenierung daher. Viel mehr Bedeutung als der Zahl misst er dem sportlichen Alltag und dem Miteinander innerhalb der Mannschaft bei.
Diese Bodenständigkeit zieht sich durch seine gesamte Laufbahn. Bock gilt nicht als Lautsprecher, sondern als verlässlicher Leistungsträger, der Woche für Woche seine Rolle erfüllt. Über Jahre hinweg hat er sich zu einer festen Größe entwickelt – meist auf der linken Seite, wo er sowohl defensiv stabil agiert als auch immer wieder offensive Akzente setzt. Besonders bei Standards übernimmt er Verantwortung und bringt seine Qualitäten ein.
Sein Spielstil steht exemplarisch für seine Entwicklung: engagiert, laufstark und mannschaftsdienlich. Gleichzeitig hat er den Anspruch, sich stetig weiterzuentwickeln. „Ich versuche, mich von Saison zu Saison zu steigern – mehr Tore, mehr Vorlagen“, sagt Bock. Gerade dieser Bereich ist für ihn Ansporn.
Dass er auf eine derart hohe Anzahl an Einsätzen kommt, liegt auch an seiner körperlichen Verfassung. Größere Verletzungen blieben bislang aus, sodass er über Jahre hinweg konstant zur Verfügung stand. Ein Faktor, der im Amateurfußball oft unterschätzt wird, für solche Rekorde aber entscheidend ist.
Parallel dazu hat sich auch der Verein verändert. Bock erinnert sich an Zeiten, in denen der ASV noch in der Bezirksliga spielte und der Aufstieg in die Landesliga zunächst mit schwierigen Jahren verbunden war. Mittlerweile hat sich Süchteln etabliert und gehört zu den gefestigten Teams der Liga. In der aktuellen Saison bewegt sich die Mannschaft im oberen Tabellenbereich, aktuell auf Rang vier. „Wir sind mittlerweile ein gefestigter Landesligist“, sagt Bock über die Entwicklung der vergangenen Jahre.
Mit dieser Entwicklung wachsen auch die Ambitionen. Der Gedanke an einen möglichen Aufstieg in die Oberliga ist im Umfeld längst kein Tabu mehr. Auch Bock verschließt sich dieser Perspektive nicht – sieht sie aber eher als langfristigen Traum.
Warum er dem Verein über so viele Jahre treu geblieben ist, beantwortet Bock ebenfalls klar: „Fußball hat für mich einen sehr hohen Stellenwert. Beim ASV passt einfach alles – die Mannschaft, das Umfeld und der Zusammenhalt. Das gibt einem sehr viel.“
Seine persönliche Zukunft stellt er dabei nicht in den Vordergrund. „Ich habe mir kein bestimmtes Ziel gesetzt. Ich will einfach so viele Spiele wie möglich machen“, sagt der 29-Jährige. Diese Einstellung macht ihn zu einer Identifikationsfigur für den Verein. Bock steht für Kontinuität, Verlässlichkeit und Entwicklung – Werte, die den ASV Süchteln in den vergangenen Jahren geprägt haben.
Mit dem Rekord hat er sich nun endgültig einen festen Platz in der Vereinsgeschichte gesichert. Und vieles spricht dafür, dass seine Marke in den kommenden Wochen und Monaten noch weiter anwachsen wird.
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