Foto: Heiko van der Velden
Fast ein Dreivierteljahr musste Lars Prigge warten, jetzt ist er wieder mittendrin. Der 20-Jährige hat nach langer Verletzungspause seine ersten drei Saisonspiele absolviert – und direkt gezeigt, warum er im Verein seit Jahren als großes Talent gilt. Ein Tor und zwei Vorlagen stehen bereits wieder in seiner Bilanz. Für Trainer Volker Hansen ist das Comeback vor allem aus einem Grund erfreulich: „Viel wichtiger als alles andere war, dass er schmerzfrei gespielt hat.“
Prigge war im Auswärtsspiel beim DV Solingen erstmals wieder eine Option und wurde eingewechselt. Es folgten zwei Startelfeinsätze – und ein sportlicher Fingerzeig. Beim 3:0-Heimsieg gegen TuRu Düsseldorf erzielte der Offensivspieler nicht nur selbst einen Treffer, sondern bereitete auch ein weiteres Tor vor. Eine Woche später legte er beim 4:1-Erfolg beim FC Remscheid erneut einen Treffer auf.
Schon früh hatte Prigge bei den Senioren auf sich aufmerksam gemacht. In der Qualifikation zur A-Jugend Niederrheinliga gegen den KFC Uerdingen überzeugte er mit einer starken Leistung. Der Schritt in den Seniorenbereich bestätigte sich sportlich schnell.
Auch ein Blick auf seine bisherige Bilanz unterstreicht seinen Stellenwert: In bislang 50 Landesliga-Partien erzielte Prigge neun Tore. Bemerkenswert ist dabei, dass er bereits als A-Jugendlicher 32 dieser Einsätze für das Landesligateam absolvierte – ein deutliches Zeichen für das Vertrauen, das ihm schon früh entgegengebracht wurde.
Doch dann wurde der junge Offensivspieler ausgebremst. Eine hartnäckige Verletzung am Spann, die sich immer wieder entzündete, machte monatelang Probleme. Arztbesuche, unterschiedliche Therapieansätze, die Frage nach einer möglichen Operation – Prigge musste einen langen und mühsamen Weg gehen. Immer wieder versuchte er, trotz Schmerzen zu spielen, stellte sich in den Dienst der Mannschaft, bis schließlich die Entscheidung fiel, dem Körper Zeit zur vollständigen Genesung zu geben.
„Man merkt einfach, der Junge war mit der Situation sehr belastet“, schildert Hansen die schwierige Phase. Umso behutsamer wurde die Rückkehr aufgebaut: erst leichtes Passspiel, dann Hallentraining, schließlich wieder regelmäßige Einheiten in der Vorbereitung. „Stück für Stück haben wir ihn herangeführt“, so der Trainer.
Dass Prigge nun nicht nur zurück ist, sondern auch direkt Akzente setzt, überrascht den Trainer nicht. „Er ist ein richtig guter Fußballer, ein Techniker, der vom Selbstvertrauen lebt. Und er ist ein Top-Eins-gegen-Eins-Spieler.“ Gegen TuRu Düsseldorf krönte er seine Leistung mit einem sehenswerten Treffer, nachdem er einen Ball erobert, den Torwart umkurvt und überlegt eingeschoben hatte.
Mindestens genauso wichtig wie die sportlichen Zahlen ist für den Trainer aber etwas anderes: „Er spiegelt den Charakter unserer Mannschaft wider. Ein super feiner Junge, ein ganz, ganz toller Kerl.“ Die Mannschaft habe ihn während der langen Leidenszeit stets unterstützt und mitgenommen. „Ich glaube, er hat gemerkt, dass er sehr, sehr wichtig ist für uns.“
Jetzt hofft beim Verein jeder, dass Prigge von weiteren Rückschlägen verschont bleibt. Hansen bringt es so auf den Punkt: „Mich freut es einfach, dass er wieder auf dem Platz steht – und dass er den Spaß am Fußball wiedergefunden hat.“
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