Stenzel erklärt seinen Abschied bei Union Nettetal II: „Neue Impulse waren nötig“

Foto: Heiko van der Velden

Die Trennung zwischen dem SC Union Nettetal und Trainer Marco Stenzel ist das Ergebnis intensiver Gespräche nach der sportlichen Talfahrt – und einer Entscheidung des Trainers selbst. Stenzel war Trainer der zweiten Mannschaft in der Bezirksliga. Nach der deutlichen 0:7-Niederlage beim OSV Meerbusch zog er die Konsequenzen. „Nach der Niederlage habe ich selber gemerkt, dass wir jetzt etwas tun müssen“, sagte er.

Bereits am Freitagabend nach dem Spiel habe er den sportlichen Leiter Nico Zitzen kontaktiert, um ein Gespräch zu führen. Dieses folgte am Montag. „Wir haben uns lange und sehr offen ausgetauscht und sind beide zu dem Schluss gekommen, dass neue Impulse jetzt besser wären“, so Stenzel. Die Entscheidung habe er letztlich selbst getroffen – im Einvernehmen mit dem Verein. „Mir war wichtig, dass ich das selbst in der Hand habe.“

Die Mannschaft wurde anschließend zeitnah informiert. „Quick and dirty, damit alle im Thema sind. Jetzt sind es noch 14 Spiele – und jetzt können neue Impulse gesetzt werden“, erklärte Stenzel.

Der Trainer, der den Verein in der vergangenen Saison noch in die Bezirksliga geführt hatte, sprach offen über die Hintergründe. Nach dreieinhalb Jahren sei eine gewisse Abnutzungserscheinung nicht ungewöhnlich. „Wenn du lange mit der gleichen Mannschaft arbeitest, merkst du irgendwann, wie Ansprachen aufgenommen werden. Das habe ich am Freitag extrem gemerkt – schon in der Halbzeit. Da wusste ich: So geht es nicht weiter, da muss jetzt was Neues her.“

Eigentlich wollte Stenzel den Verein erst zum Saisonende verlassen, das hatte er bereits im Oktober intern angekündigt. Doch die Eindrücke nach der hohen Niederlage in Meerbusch beschleunigten den Schritt. „Auch wenn ich es gerne bis zum Schluss gemacht hätte – die Entscheidung ist nach diesem Spiel gefallen. Sie war im Sinne der Mannschaft, des Vereins und des Klassenerhalts.“

Die Nachfolge trat mit David Sfarzetta sofort der eigentlich für den Sommer vorgesehene Trainer an. Dass der Wechsel nun vorgezogen wurde, bezeichnete Stenzel als konsequent. „Das ist der einzig logische Weg. Ich habe ihm alles Gute gewünscht und gesagt: Halt die Liga.“

Für sich selbst kündigte Stenzel zunächst Abstand an. „Leicht fällt mir das nicht. Am Sonntag wird das brutal schwer, weil der komplette Ablauf, den ich jahrelang hatte, wegfällt.“ Vorerst wolle er bewusst pausieren und kein Spiel anschauen. „Der David soll jetzt erst mal machen – und die Mannschaft soll nicht das Gefühl haben, dass der alte Trainer noch daneben steht.“

Sportlich steckt die zweite Mannschaft des SC Union Nettetal in der Bezirksliga weiterhin im Abstiegskampf. Mit 12 Punkten auf Rang 14 und einer schwachen Rückrundenbilanz (drei Spiele, drei Niederlagen, 0:12 Tore) soll der Trainerwechsel nun die erhoffte Wende bringen.

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