Dorsch kehrt zurück: Amerns Torjäger vor emotionalem Derby in Nettetal

Foto: Heiko van der Velden

Wenn die VSF Amern am Sonntag um 15:30 Uhr zum Landesliga-Derby beim SC Union Nettetal antreten, steckt weit mehr als nur die üblichen Derby-Reizpunkte in dieser Partie. Für Stürmer Luca Dorsch wird es ein Wiedersehen mit vielen bekannten Gesichtern, schließlich lief der 25-Jährige noch in der vergangenen Saison für Nettetal in der Oberliga auf. Dort absolvierte er 30 Ligaspiele und erzielte zwei Treffer. Zuvor war Dorsch bereits vier Jahre lang eine der prägenden Offensivfiguren der Amerner Landesliga-Mannschaft, ehe er den Schritt nach Nettetal wagte. Nun ist er zurück – und hat nahtlos an frühere Leistungen angeknüpft.

Mit sieben Toren in elf Saisonspielen gehört er erneut zu den wichtigsten Angreifern der VSF. Dass er sich nach seiner Rückkehr so schnell wieder eingefunden hat, liegt auch an der vertrauten sportlichen Umgebung.

„Natürlich ist es ein besonderes Spiel“, sagt Dorsch über das Duell gegen seinen Ex-Verein. „Ich habe noch immer Kontakt zu einigen Jungs aus Nettetal, aber sobald angepfiffen wird, geht es ganz normal um drei Punkte.“ Weil er in seiner Karriere bislang selten direkt auf ehemalige Vereine getroffen ist, habe das Spiel eine besondere Note. „Man ist noch motivierter als sonst, will zeigen, dass man sich weiterentwickelt hat.“

Auch sportlich steckt Brisanz in der Partie: Amern steht mit 22 Punkten auf Rang fünf, Nettetal folgt mit 18 Zählern auf Platz acht. Für beide Vereine kann das Derby somit eine wichtige Wegmarke darstellen. Amern möchte sich dauerhaft in der Spitzengruppe etablieren, während Nettetal verhindern will, dass der Abstand zu den oberen Plätzen weiter anwächst. Noch sind die Tabellenplätze punktetechnisch dicht beisammen, aber das könnte sich in den nächsten Wochen auch ändern.

Unter Trainer Willi Kehrberg und Dennis Homann hat sich auch Dorschs Rolle leicht verändert. Zwar ist er weiterhin Torjäger, doch er agiert variabler, lässt sich häufiger ins Mittelfeld fallen, bindet sich in Kombinationen ein und schafft Räume für die schnellen Außenspieler. „Wir haben eine junge, extrem fitte Mannschaft. Davon profitieren wir Stürmer enorm“, sagt er. Dass er inzwischen häufiger ausgewechselt wird, nimmt er sportlich: „Wir haben viel Qualität im Kader. Wenn frische Kräfte kommen, bleibt das Tempo hoch. Das macht uns stark.“

Auch die Standardsituation wurde breiter angelegt. Während Dorsch früher fast alle Ecken schlug, teilen sich nun Kouki Ozawa und Hajime Yokotadie Verantwortung. „Ich bin jetzt öfter selbst in der Box. Das macht uns flexibler.“

Sein persönliches Spiel habe sich nicht grundlegend verändert, erklärt er, doch die Erfahrung helfe ihm, Situationen besser zu lesen. „In manchen Phasen läuft es einfach besser, und aktuell ist es eine gute Phase. Die möchte ich nutzen.“

Was erwartet die Zuschauer am Sonntag? Dorsch rechnet mit einer intensiven, zweikampfbetonten Begegnung. „Beide Mannschaften können Tempo gehen. Kleinigkeiten werden entscheiden.“ Sollte er gegen seinen Ex-Verein treffen, werde er auf einen ausgelassenen Jubel verzichten. „Aus Respekt. Natürlich wäre es innerlich etwas Besonderes, aber am Ende zählt nur eines: Wir wollen die drei Punkte mit nach Amern nehmen. Egal, wer das Tor macht.“

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