Landesliga: „Vielleicht hilft uns der Derbycharakter“

Foto: Heiko van der Velden

„Wenn wir zum Abschluss des Jahres dreifach punkten, wäre das gut. Dann würden wir mit einem positiven Gefühl in die Winterpause gehen“, erklärt Amerns Trainer Willi Kehrberg. Am Sonntag empfangen die VSF Amern im letzten Spiel des Jahres den ASV Süchteln. Das Hinspiel gewann Süchteln trotz langer Unterzahl mit 4:0.

Mit Blick auf die Tabelle wird klar, wer hier die Favoritenrolle aufhat. Mit 34 Punkten belegt die Süchtelner mit Trainer Frank Mitschkowski einen guten 4. Tabellenplatz und stehen damit in Tuchfühlung zur Tabellenspitze. Lediglich 12 Punktn haben die Amerner auf ihrem Konto und belegen damit Tabellenplatz 17, was zugleich auch ein Abstiegsplatz ist.

Doch es ist ein Heimspiel für Amern und zugleich ein kleines Derby. „Das ändert vielleicht etwas an der Klarheit der Favoritenrolle. Doch ansonsten ist diese eindeutig. Das sieht man den Punkten, an den Gegentoren und an der Kaderbesetzung. Wir sind im Moment weit davon entfernt das zu spielen, was Süchteln spielt“, erklärt Kehrberg, der wohl wissend weis, dass die Hinrunde nicht gut war. Spielerisch lief zu Beginn der Saison nicht viel zusammen. Als man das dann endlich in den Griff bekam, sich auch eine Struktur im Spiel entwickelte und auch sich der Kader dann nach und nach füllte, kamen die dicken Brocken: VfL Jüchen-Garzweiler, FC Kosova und Holzheimer SG. Hinzu kommen die kamen die Spiele gegen DV Solingen und SSV Bergisch Born. Zwar zweigte die Formkurve in diesen Spielen nach oben, doch Punkte gab es gegen eben diese Mannschaften nicht.

„Für uns ist das eine desolate Hinrunde gewesen. Wir werden uns in unserer Position versuchen uns in der Winterpause auf 2 bis 3 Positionen zu verstärken. Rein rechnerisch müssen wir die Hälfte der Spiele in der Rückrunde gewinnen. Dazu sind wir in unserer Situation verdammt“, so Kehrberg. Und wie es der Spielplan so will, fängt die Rückrunde am Sonntag gegen Süchteln an. Es ist klar, dass Amern nicht erst warten kann, bis die Neuzugänge da sind oder gar Winterpause ist. Idealerweise folgen gleich gegen Süchteln drei Punkte, ansonsten wäre man noch weiter unter Druck und das gilt es tunlichst zu vermeiden.

„Vielleicht hilft uns der Derbycharakter. Wir müssen offensiv denken und die Hoffnung auf den Punktgewinn reinbringen. Wir haben viel auf den Deckel bekommen und einen schlechten Lauf. Jetzt müssen hoffen, das am Sonntag vieles da ist, was bisher gefehlt hat. In einem Derby kann man das Matchglück erzwingen. Auf die Karte müssen wir setzen“, sagt Kehrberg abschließend.

„Wir sind keine Mannschaft, die nur ein Prozent weniger geben darf. Wir dürfen nicht nachlässig sein oder einen Schritt weniger machen. Das haben wir in Spielen gesehen, wo wir dann verloren bzw. Unentschieden gespielt haben“, spricht ASV-Coach Mitschokwski eine klare Warnung aus, das Spiel aufgrund der unterschiedlichen Tabellenkonstellation auf die leichte Schulter zu nehmen. Zumal sich die Anzahl der Gegentore zuletzt gehäuft hat: VfR Fischeln (3), Holzheim (2), Kosova (2), TuRu Düsseldorf (3). „Die Stabilität muss einfach da sein. Wir können nicht immer fünf Tore schießen, wie zuletzt gegen Fischeln. Wir müssen auch wieder dahin kommen, dass man sich freut, dass einfach hinten mal wieder die „Null“ steht“, fordert Mitschkowski.

„Es wird ein ganz knappes Spiel werden. Da bin ich mir sicher. Wenn man die Spiele von Amern betrachtet, war die Ergebnisse zwar nicht so gut, dafür aber die Art und Weise. Wenn man sich nur von diesen Ergebnissen blenden lässt, wird man böse überrascht. Amern hatte über einen langen Zeitraum nur einen dezimierten Kader zur Verfügung. Jetzt wo die Leute wieder dabei sind, die Art und Weise auch wieder eine ist, mit der sich Willi identifiziert, sollte Warnung genug sein, das wir hoch fokussiert in das Spiel hineingehen müssen“, so Süchtelns Trainer, für den das keinesfalls eine Tiefstapelei ist.

Anstoß der Partie am Sonntag ist um 15:30 im Rösler-Stadion in Amern an der Bahnstraße.

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