Kommentar: Sexismus im Amateurfußball
Verfasst von Tom Ostermann
  Fußballverband Niederrhein
08.06.2020 22:59 Uhr

Nicht erst seit dem das Video “Männerwelten”, das vor knapp zwei Wochen bei ProSieben zur besten Sendezeit lief, in dem Sophie Passmann und andere prominente Frauen alltäglichen Sexismus, egal in welcher Form, anprangern. Sexismus ist ein alltägliches und schier allgegenwärtiges Problem, für das nicht allzu viel Bewusstsein zu herrschen scheint.

Nun ist Amafuma.de kein Portal, das auf gesellschaftliche Missstände hinweist oder diese diskursiv behandelt. Amafuma.de berichtet über (Amateur-)Fußball in all seinen Facetten. Im Zuge der Erstellung dieses Artikels habe ich mich selbst immer wieder Fragen müssen: Ist Sexismus auch ein Problem im Fußball?”

Jedes Mal, das ich mir diese Frage stellte, musste ich mir jedes Mal mit einem entschiedenen “Ja!” antworten. Denn Fußball ist, als Volkssportart Nummer eins, immer ein Abbild der Gesellschaft, Probleme wie alltäglicher Rassismus, Respektlosigkeit und eben auch Sexismus sind alles Dinge die auch an der Substanz von uns allen so geliebten Fußballs kratzen.

Dabei möchte ich weiß Gott keinem, wirklich niemandem unterstellen sich absichtlich sexistisch zu äußern oder zu verhalten. Es ist eher das unbewusste. Unterschwellige in den Sprach- und Handlungsgebrauch übergegangene, was im Fußball, als auch in Gesellschaft diese Problematik hochkochen lässt. Konkret sind damit Äußerungen, wie “Du Pussy”,”Du Weichei” oder “Du schießt ja, wie ein Mädchen” gemeint, die durch den Kontext, in dem sie stehen, als derbe Beleidigung erscheinen lassen, ohne selbiges beabsichtigt zu haben. Doch was kann man dagegen tun?

Ein zugegebenermaßen zwar wünschenswertes, aber nüchtern betrachtetes utopisches Ziel, wäre es natürlich auf solche Äußerungen gänzlich zu verzichten oder aus unserem Sprachgebrauch gänzlich zu streichen. Dies würde aber sehr viel Zeit, Kraft und Anstrengung in Anspruch nehmen, die sich zwar lohnen würde, aber keine kurz- oder mittelfristige Lösung des Problemes darstellen würde.

Viel eher sollte man anstreben dafür zu werben, sich genauer zu überlegen was gesagt wird und was dahinter an Aussage steckt bzw. mitschwingt, also ein Bewusstsein dafür zu schaffen, dass das gesprochene Wort und Taten die Wahrnehmung und Realität, beeinflussen und ein Stück weit sogar kreieren. Für den Fußball ergibt sich daraus die Aufgabe, bewusster darauf zu achten, wie untereinander und miteinander kommuniziert wird und das am besten bereits ab der Jugendabteilung um so der pädagogischen Komponente des Sportes beizukommen.

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